Das Concorde Agreement ist das Fundament, auf dem die gesamte kommerzielle Struktur der Königsklasse ruht. Da es meist für Zeiträume von fünf bis zehn Jahren geschlossen wird, markiert jede Neuverhandlung einen historischen Wendepunkt für den Sport.
Die drei Säulen des Vertrags
Das Abkommen hält die Balance zwischen drei verschiedenen Interessenvertretern:
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Die FIA: Sie ist die Regelhüterin und sorgt für die Sicherheit und das sportliche Reglement.
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Formula One Management (FOM): Als kommerzieller Rechteinhaber kümmert sie sich um die Vermarktung und die Organisation des Rennkalenders.
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Die Teams: Sie stellen die Autos und Fahrer bereit und verpflichten sich im Vertrag, an jedem Rennen der Saison teilzunehmen.
Die Verteilung der Preisgelder
Einer der sensibelsten Punkte im Concorde Agreement ist der Verteilerschlüssel der Einnahmen. In der Vergangenheit bekamen Top-Teams wie Ferrari oder Mercedes deutlich größere Stücke vom Kuchen, allein aufgrund ihrer historischen Bedeutung. Im aktuellen Abkommen (seit 2021) wurde dieses System deutlich fairer gestaltet, um das Feld enger zusammenzuführen. Dennoch gibt es weiterhin Sonderzahlungen für Traditionsteams, die den Sport über Jahrzehnte geprägt haben.
Mitspracherecht und Stabilität
Der Vertrag legt fest, wie neue Regeln beschlossen werden. Es regelt die Machtverhältnisse in der sogenannten „F1 Commission“. Zudem schützt das Agreement den Wert der bestehenden Teams: Wer neu in die Formel 1 einsteigen will, muss eine hohe Antrittsgebühr (derzeit meist 200 Millionen US-Dollar oder mehr) zahlen, die unter den bestehenden Teams aufgeteilt wird. Das verhindert, dass Teams kommen und gehen, und sorgt für langfristige wirtschaftliche Stabilität.
Warum ist es „geheim“?
Obwohl die Eckpunkte oft durchsickern, bleibt der exakte Wortlaut unter Verschluss. Das liegt vor allem an den vertraulichen Finanzdetails und individuellen Klauseln, die zwischen den Teams und dem Rechteinhaber ausgehandelt werden. Diese Geheimhaltung verhindert, dass Teams ihre Positionen in Verhandlungen gegeneinander ausspielen können.
Kimi Antonelli