Nächstes Rennen: Spanien-Barcelona
T Std Min Sek

Singapur

Singapur / Singapur
09.10.2026 –
11.10.2026
Rennen: 16
Stadtkurs
Sprintwochenende

Erstes Rennen:

2008

Renndistanz:

5,063 km

Rennrunden:

61

Kurven:

19
1:34.486 — Daniel Ricciardo (2024)

Kurventyp:

Niedrig

Formel 1 Termin 2026 für Singapur

Datum

Session

Freitag

09.10.

1. Training

11:30 - 12:30

Freitag

09.10.

Sprint Quali

11:30 - 12:30

Samstag

10.10.

Sprint

11:00 - 11:30

Samstag

10.10.

Qualifying

15:00 - 16:00

Sonntag

11.10.

Rennen

14:00 - 16:00

Formel 1 Termin 2026 für Singapur

Tag

Datum

Session

Uhrzeit

Freitag

09.10.

1. Training

11:30 - 12:30

Freitag

09.10.

Sprint Quali

14:30 - 15:15

Samstag

10.10.

Sprint

11:00 - 11:30

Samstag

10.10.

Qualifying

15:00 - 16:00

Sonntag

11.10.

Rennen

14:00 - 16:00

Die wichtigsten Informationen

Singapur ist das ultimative Überlebenstraining für die Piloten! Die Kombination aus tropischer Hitze, einer extremen Luftfeuchtigkeit von oft über 80 Prozent und der reinen Länge des Rennens, das durch die vielen langsamen Kurven oft knapp am Zwei-Stunden-Limit kratzt, bringt selbst topfitte Athleten an den Rand der völligen Dehydrierung.
Singapur schrieb 2008 Geschichte, als es das allererste reine Nachtrennen der Formel-1-Historie veranstaltete. Tausende extrem starke Flutlichtmasten machen die Nacht zum Tag und beleuchten die Strecke mit einer Brillanz, die Fernsehbilder wie aus einem Videospiel erzeugt. Der Lack der Autos und die Funken am Boden leuchten unglaublich intensiv.
Der Marina Bay Street Circuit verläuft atemberaubend schön direkt im Herzen der beleuchteten Metropole. Die Helikopter-Kameras fangen regelmäßig fantastische Bilder des gigantischen Riesenrads (dem Singapore Flyer) und des weltberühmten Marina Bay Sands Hotels ein, dessen Architektur wie ein riesiges Surfbrett auf drei Wolkenkratzern aussieht.
Ja, es wird noch heißer auf den Straßen von Marina Bay! Singapur ist für 2026 als offizielles F1-Sprint-Wochenende gelistet. Das bedeutet, dass sich die Fans auf einen zusätzlichen kurzen Sprint am Samstag unter Flutlicht freuen dürfen, bevor am Sonntag die ohnehin schon körperlich zermürbende Distanz des Hauptrennens ansteht.

Besonderer Moment

Fernando Alonsos Sieg nach dem „Crashgate“-Skandal im Jahr 2008.

Rennstrecke auf Google Maps

Wissenswertes zum Großen Preis von Singapur

Der Große Preis von Singapur ist das härteste Nachtrennen im Formel-1-Rennkalender 2026. Seit dem ersten Night-Race der Geschichte im Jahr 2008 erstrahlt der Marina Bay Street Circuit im gleißenden Licht tausender Flutlichter. Die Skyline der asiatischen Metropole bietet eine atemberaubende Kulisse für ein Rennen, das die Fahrer physisch und mental völlig zerstört. Extreme Hitze, tropische Luftfeuchtigkeit und ein extrem holpriger Straßenbelag machen das Cockpit zu einer rasenden Sauna. Die Boliden tanzen hier über zwei Stunden lang gefährlich nah an den unnachgiebigen Betonmauern entlang.

Das Streckenlayout

Die Strecke ist ein echter Marathon für die Piloten. Nach den Umbauten der letzten Jahre drängen sich nun 19 Kurven auf die 4,940 Kilometer lange Runde. Die Fahrer müssen extrem harte 62 Runden bewältigen, um die Renndistanz von 306,143 Kilometern zu meistern. Der Kurs bietet keine echten Erholungsphasen. Es geht ständig um scharfe Ecken, harte Anbremszonen und rasante Richtungswechsel. Da das klassische DRS abgeschafft ist, kämpfen die Piloten nun mit dem gezielten Einsatz ihres Batterie-Boosts auf den kurzen Geraden um jeden Zentimeter Asphalt.

Die technischen Herausforderungen für den Grand Prix:

  • Aero-Setup: Singapur verlangt nach dem ultimativen Downforce-Paket. Die Autos fahren permanent im Z-Mode der aktiven Aerodynamik, um maximalen Anpressdruck für die unzähligen 90-Grad-Kurven zu generieren. Das Setup muss zudem extrem weich gefedert sein, um die heftigen Bodenwellen und aggressiven Stadt-Kerbs gut zu schlucken.
  • Reifenmanagement: Der Straßen-Asphalt saugt sich tagsüber mit Hitze voll und gibt diese nachts ab. Die ständigen Beschleunigungsphasen aus den langsamen Kurven lassen die Hinterreifen förmlich kochen. Ein behutsames Reifenmanagement ist absolute Pflicht, da die Boxengasse sehr lang ist und ein extra Stopp wertvolle Positionen kostet.
  • Überholmöglichkeiten: Vorbeikommen ist in Singapur fast unmöglich. Die realistischsten Chancen bieten sich nach der geschwungenen Geraden vor Kurve 7 und beim harten Anbremsen vor Kurve 14. Hier zünden die Verfolger ihren „Manual Override“ für ein überraschendes Manöver.

Unvergessen

Marina Bay erfordert oft strategische Meisterleistungen. Den wohl cleversten Schachzug der jüngeren Geschichte liefert Carlos Sainz im Jahr 2023. In der packenden Schlussphase des Rennens wird der führende Ferrari-Pilot von den rasend schnellen Mercedes-Fahrern auf frischen Reifen gejagt. Sainz drosselt absichtlich sein Tempo. Er lässt den hinter ihm fahrenden Lando Norris absichtlich nah an sich herankommen, um ihm bewusst das DRS (das damals noch existierte) zu spendieren. So nutzt er Norris als perfekten Schutzschild gegen die Konkurrenz. Dieser absolute Geniestreich sichert ihm den triumphalen Sieg im Flutlicht.

Die ultimative Bestzeit im neuen Layout gehört einem der größten Meister des Sports. Lewis Hamilton brennt im Jahr 2023 eine offizielle Rekordzeit von 1:35.867 in den Asphalt. Diese Benchmark verdeutlicht die extreme Intensität des Kurses. Nur wer über die volle Renndistanz die Konzentration am absoluten Limit hält und keinen Millimeter von der Ideallinie abweicht, überlebt die Nacht von Singapur erfolgreich.