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Graham Hill

Weltmeistertitel

1962 1968

Lebenszeit

15.02.1929 — 29.11.1975

Anzahl der Rennen

176

Siege

14

Poles

13

Anzahl der WM-Punkte

289

Anzahl der Podien

36

Schnellste Rennrunden

10

Anzahl der WM-Titel

2

Graham Hill – 2-facher Formel 1 Weltmeister

Graham Hill war der Inbegriff des britischen Gentlemans: Stets perfekt frisiert, mit einem markanten Schnurrbart und einer Prise trockenem Humor ausgestattet. In der Formel 1 Weltmeister Liste nimmt er einen legendären Status ein, nicht nur wegen seiner zwei Titel, sondern weil er eine Leistung vollbrachte, die bis heute unerreicht bleibt: Den Gewinn der Triple Crown. Er siegte beim Großen Preis von Monaco, den 500 Meilen von Indianapolis und den 24 Stunden von Le Mans.

Der Weg zur Weltmeisterschaft

Graham Hills Weg zum Formel 1 Weltmeister war ungewöhnlich, da er erst mit 24 Jahren überhaupt den Führerschein machte. Dennoch stieg er rasant auf. Seinen ersten Titel holte er 1962 für das Team BRM (British Racing Motors), nachdem er sich in einem packenden Saisonfinale gegen Jim Clark durchgesetzt hatte.

Seinen zweiten Titel feierte er 1968 mit Lotus. Es war ein emotionaler Triumph: Nachdem sein Teamkollege und Freund Jim Clark tödlich verunglückt war, übernahm Hill die Führung im tief erschütterten Team und führte Lotus zum WM-Titel. Besonders beeindruckend war seine Dominanz in den Straßen von Monte Carlo, was ihm den Spitznamen „Mr. Monaco“ einbrachte – er gewann dort insgesamt fünfmal.

Legendäre Duelle und Rivalitäten

Die 1960er-Jahre waren geprägt von der Rivalität zwischen Graham Hill und Jim Clark. Während Clark oft als das reinere Naturtalent galt, bestach Hill durch harte Arbeit, technisches Verständnis und Nervenstärke.

Obwohl sie Konkurrenten waren, herrschte zwischen den britischen Piloten ein tiefer Respekt. Hill lieferte sich zudem packende Duelle mit Legenden wie Jack Brabham und Jackie Stewart. Die Fans liebten ihn für seine Beständigkeit und seine Fähigkeit, auch aus unterlegenem Material das Maximum herauszuholen. Diese Ära der „Garagisten“ war voller Drama, doch Hill blieb stets die besonnene Konstante im Feld.

Die Weltmeister-Autos von Graham Hill 

Hill steuerte zwei der technisch bedeutendsten Fahrzeuge ihrer jeweiligen Epochen:

  • BRM P57 (1962): Mit dem markanten Achtzylinder-Motor war dieser Wagen das erste britische Auto, das Hill zum Weltmeister machte.
  • Lotus 49 (1968): Ein revolutionärer Bolide mit dem legendären Ford-Cosworth-DFV-Motor. Der Motor diente hierbei als tragendes Teil des Chassis – eine Innovation von Colin Chapman, die Hill perfekt zu nutzen wusste.

Karriere nach der Formel 1 und Vermächtnis

Gegen Ende seiner aktiven Karriere gründete Graham Hill seinen eigenen Rennstall, Embassy Hill. Er wollte sein Wissen als Konstrukteur und Teamchef weitergeben, ähnlich wie sein früherer Weggefährte Jack Brabham. Tragischerweise endete sein Leben viel zu früh: Im November 1975 verunglückte er beim Absturz seines Privatflugzeugs gemeinsam mit mehreren Teammitgliedern tödlich.

Sein Vermächtnis lebt jedoch auf spektakuläre Weise weiter. Sein Sohn Damon Hill trat in seine Fußstapfen und wurde 1996 ebenfalls Weltmeister – damit wurden sie das erste Vater-Sohn-Gespann in der Geschichte, dem dies gelang. Graham Hill bleibt das Symbol für Vielseitigkeit und britischen Kampfgeist. In der Liste der Rekordweltmeister F1 ist er der Mann, der bewies, dass ein wahrer Champion auf jedem Terrain siegen kann.