Die Technik hinter dem Rettungsanker
Das Anti-Stall-System ist tief in die Bordelektronik (ECU) des Boliden integriert. Es greift ein, wenn Physik und Fahrfehler aufeinandertreffen, um den Super-GAU – den Stillstand – zu verhindern.
Wann greift das System ein?
Es gibt primär drei Szenarien, in denen Anti-Stall aktiv wird:
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Verpatzter Start: Wenn die Kupplung beim Losfahren zu aggressiv losgelassen wird.
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Dreher: Wenn das Auto entgegen der Fahrtrichtung rollt oder abrupt stoppt, während ein Gang eingelegt ist.
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Verbremser: Wenn die Hinterräder beim harten Anbremsen blockieren und so den Motor mit zum Stillstand zwingen würden.
Der Prozess: Millisekunden entscheiden
Sinkt die Drehzahl unter das Limit (meistens im Bereich von $2.500$ bis $3.000$ Umdrehungen pro Minute), löst die Steuereinheit einen hydraulischen Aktuator aus, der die Kupplung trennt. Für dich als Zuschauer ist das oft an einem blinkenden Licht am Lenkrad oder einem plötzlich hochheulenden Motorgeräusch erkennbar, da der Motor nun im Leerlauf dreht, ohne dass der Fahrer das Kupplungspaddel berührt hat.
Zurück in den Rennmodus
Das System ist jedoch kein dauerhafter Automatik-Modus. Sobald Anti-Stall aktiv ist, muss der Fahrer manuell eingreifen, um wieder die Kontrolle zu übernehmen. Er muss das physische Kupplungspaddel am Lenkrad ziehen, den Gang ggf. neu sortieren und das System per Knopfdruck oder durch erneutes Einkuppeln deaktivieren. Gelingt dies nicht schnell genug, überhitzt die Kupplung innerhalb weniger Sekunden, da sie nicht für langes Schleifen ausgelegt ist.
Kimi Antonelli