Die Kunst der Kurvenfahrt: Geometrie trifft Speed
In der Formel 1 entscheidet das Treffen des Apex oft über Sieg oder Niederlage. Es ist das Bindeglied zwischen der Bremsphase und der Beschleunigungsphase. Dabei ist der Apex kein starrer Punkt, sondern variiert je nach Kurventyp und Rennsituation.
Der geometrische vs. der späte Scheitelpunkt
In der Theorie ist der geometrische Scheitelpunkt genau die Mitte der Kurve. Fährst du diesen an, hast du den größten Kurvenradius und kannst die höchste konstante Geschwindigkeit halten.
In der modernen Formel 1 bevorzugen Fahrer jedoch meist einen „Late Apex“ (späten Scheitelpunkt). Sie lenken etwas später und schärfer ein. Der Vorteil: Das Auto ist am Kurvenausgang schneller wieder gerade ausgerichtet. Da ein F1-Bolide seine brachiale Kraft von über $1.000$ PS am besten übertragen kann, wenn die Räder gerade stehen, sorgt ein später Apex für einen massiven Tempovorteil beim Herausbeschleunigen.
Faktoren, die den Apex beeinflussen
Wo genau der Scheitelpunkt liegt, hängt von verschiedenen Variablen ab:
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Streckenbeschaffenheit: Bodenwellen oder rutschige Curbs können den Fahrer dazu zwingen, den Apex leicht zu verschieben.
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Reifenzustand: Mit abbauenden Reifen müssen Fahrer oft einen weiteren Bogen fahren, um das Auto stabil zu halten.
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Zweikampf: Um einen Überholversuch zu blockieren, wählen Fahrer oft eine defensivere Linie und „opfern“ den idealen Apex, um die Innenbahn dicht zu machen.
Das Zusammenspiel mit den Curbs
Der Apex markiert oft die Stelle, an der die Fahrer die Curbs (Randsteine) berühren. In der Formel 1 ist das ein Balanceakt: Ein zu hartes Räubern über die Curbs kann die empfindliche Aerodynamik am Unterboden stören oder das Auto instabil machen. Ein perfekter Treffer am Apex bedeutet, den Curb so weit zu nutzen, dass der Radius maximiert wird, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.
Kimi Antonelli