Nächstes Rennen: Spanien-Barcelona
T Std Min Sek

Belgien

Belgien / Spa-Francorchamps
17.07.2026 –
19.07.2026
Rennen: 10
Klassiker
Rennwochenende

Erstes Rennen:

1950

Renndistanz:

7,004 km

Rennrunden:

42

Kurven:

19
1:44.701 — Sergio Pérez (2024)

Kurventyp:

Gemischt

Formel 1 Termin 2026 für Belgien

Datum

Session

Freitag

17.07.

1. Training

13:30 - 14:30

Freitag

17.07.

2. Training

13:30 - 14:30

Samstag

18.07.

3. Training

12:30 - 13:30

Samstag

18.07.

Qualifying

16:00 - 17:00

Sonntag

19.07.

Rennen

15:00 - 17:00

Formel 1 Termin 2026 für Belgien

Tag

Datum

Session

Uhrzeit

Freitag

17.07.

1. Training

13:30 - 14:30

Freitag

17.07.

2. Training

17:00 - 18:00

Samstag

18.07.

3. Training

12:30 - 13:30

Samstag

18.07.

Qualifying

16:00 - 17:00

Sonntag

19.07.

Rennen

15:00 - 17:00

Die wichtigsten Informationen

Das ist die ikonische Passage aus Eau Rouge und Raidillon! Die Fahrer stürzen sich mit über 300 km/h ins Tal über eine kleine Brücke (Eau Rouge) und lenken das Auto dann fast im Blindflug extrem steil einen Berg hinauf (Raidillon). Heutzutage wird diese Mutkurve im Qualifying meist voll (flat-out) durchfahren, was pure Gänsehaut garantiert.
Spa ist ein absoluter Dinosaurier unter den F1-Strecken und hält den Rekord für den längsten Kurs im aktuellen Kalender. Eine einzige Runde erstreckt sich über etwas mehr als 7 Kilometer. Das ist fast doppelt so lang wie die Strecke in Monaco! Deshalb werden in Belgien auch deutlich weniger Runden (meist nur 44) gefahren als bei anderen Grand Prix.
Der Circuit de Spa-Francorchamps windet sich tief durch die atemberaubende Naturlandschaft der belgischen Ardennen. Die Höhenunterschiede und die dichten, dunklen Tannenwälder, die fast direkt an den Leitplanken stehen, verleihen der Strecke ein episches und leicht wildes Flair, das sie extrem beliebt bei puristischen Motorsportfans macht.
Das Ardennen-Wetter ist völlig verrückt und lokal extrem begrenzt. Durch die Länge von über 7 Kilometern passiert es hier sehr häufig, dass es an einem Ende der Strecke (z. B. bei der Bus Stop Schikane) in Strömen regnet, während die F1-Autos am anderen Ende (bei Les Combes) bei strahlendem Sonnenschein über einen knochentrockenen Asphalt rasen.

Besonderer Moment

Michael Schumachers spektakuläre Aufholjagd von Startplatz 16 zum Sieg 1995.

Rennstrecke auf Google Maps

Wissenswertes zum Großen Preis von Belgien

Der Große Preis von Belgien in Spa-Francorchamps ist der unangefochtene Liebling aller Puristen im Formel-1-Rennkalender 2026. Seit den 1950er Jahren jagt der Circuit de Spa-Francorchamps den Fahrern tiefen Respekt ein. Die „Ardennen-Achterbahn“ ist die längste und wohl faszinierendste Naturrennstrecke der Welt. Mitten im dichten Nadelwald kämpfen die Piloten mit massiven Höhenunterschieden und berüchtigten Mikroklimata. Es regnet oft an einem Ende der Strecke, während am anderen die Sonne scheint. Wenn die Boliden den Mythos Eau Rouge hinaufrasen, hält die gesamte Motorsportwelt den Atem an.

Das Streckenlayout

Spa trennt die wahren Meister von den guten Fahrern. Exakt 19 Kurven verteilen sich auf die gigantische Länge von 7,004 Kilometern. Für die Renndistanz von 308,052 Kilometern genügen daher bereits 44 Runden. Die Strecke vereint die extrem lange und steile Kemmel-Gerade mit einem wahnsinnig kurvenreichen und abfallenden Mittelsektor. In der 2026er-Ära schalten die Piloten nun auf den langen Vollgaspassagen in den flachen Straight-Line-Mode, um den fehlenden DRS-Effekt durch reine Aerodynamik-Effizienz und Elektro-Power zu kompensieren.

Die technischen Herausforderungen für den Grand Prix:

  • Aero-Setup: Spa erzwingt den größten Kompromiss des ganzen Jahres. Wer auf der Geraden schnell sein will, braucht wenig Luftwiderstand. Wer im kurvigen zweiten Sektor um Pouhon überleben will, braucht massiven Anpressdruck. Das perfekte Setup entscheidet hier über Sieg oder Untergang.
  • Reifenmanagement: Die gewaltigen Kompressionskräfte in Eau Rouge und die extremen Seitenführungskräfte belasten die Reifenstruktur enorm. Der oft kühle Asphalt macht das Aufwärmen der Pneus schwierig. Ein sensibles Reifenmanagement ist hier unerlässlich, um Reifenschäden bei über 320 km/h zu vermeiden.
  • Überholmöglichkeiten: Die klassische Stelle ist Les Combes am Ende der endlosen Kemmel-Geraden. Die Verfolger zünden nach Eau Rouge den „Manual Override“-Boost, klappen die aktive Aero flach und setzen sich vor der harten Rechts-Links-Kombination neben den Gegner.

Unvergessen

Die Ardennen sind der Schauplatz für Mythen. Das unglaublichste Überholmanöver der Formel-1-Geschichte ereignet sich hier im Jahr 2000. Mika Häkkinen jagt Michael Schumacher auf der Kemmel-Geraden. Vor ihnen taucht der zu überrundende Ricardo Zonta auf. Schumacher zieht links an Zonta vorbei, doch Häkkinen wählt in einem Sekundenbruchteil die rechte Seite. Der Finne nutzt den Windschatten, schießt mit unfassbarem Mut auf der nassen Piste an beiden vorbei und schnappt sich die Führung. Dieser „Zonta-Sandwich“-Moment ist bis heute das Maß aller Dinge.

Um in den Ardennen den Rundenrekord zu halten, braucht man pure Magie. Valtteri Bottas setzt im Jahr 2018 die ultimative Benchmark. Der Mercedes-Pilot nagelt eine Zeit von 1:46.286 in den Asphalt. Angesichts der schieren Länge von sieben Kilometern ist diese Durchschnittsgeschwindigkeit absolut surreal.